Gute Nachrichten für viele Bayern: Strompreise werden ab 2025 günstiger
In Bayern könnt ihr euch auf niedrigere Strom- und Gaspreise freuen. Wie die Anpassung der Netzentgelte dazu beiträgt, erfahrt ihr hier.


Die Nachrichten aus Bayern bringen gute Neuigkeiten für Stromkunden: Mehrere bayerische Energieversorger wollen ihre Strompreise senken. Dies betrifft unter anderem die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, die eine erhebliche Preissenkung für das kommende Jahr vorsieht. Ein Dreipersonenhaushalt, der jährlich etwa 2.500 Kilowattstunden verbraucht, kann sich auf eine Ersparnis von rund 200 Euro freuen.
Strom- und Gaspreise sinken in Amberg und Umgebung
Ab dem 1. Januar 2025 dürfen sich Kunden der Stadtwerke Bayreuth, Straubing und der Amberg Versorgungs GmbH über niedrigere Strom- und Gaspreise freuen. Wie Thomas Reiß, Leiter Energiehandel & Service in Amberg, erklärt, kaufe man an der Börse Terminmarktprodukte in Tranchen über einen Zeitraum von 36 Monaten rollierend für das jeweilige Kalenderjahr ein. Im Lieferjahr selbst machen die Stadtwerke dann jeden Tag eine Prognose ‚Heute für Morgen‘ und kaufen bzw. verkaufen die Differenzmengen täglich über Spot- und Ausgleichsenergie. Die Vorteile dieser flexiblen und vorausschauenden Einkaufsstrategie gebe man direkt an die Kunden weiter. Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden bedeutet dies eine jährliche Ersparnis von etwa 99,00 € (brutto).
Lechwerke passen ebenfalls Preise an
Auch die Lechwerke bieten ihren Kunden ab dem neuen Jahr günstigere Konditionen bei vielen Stromprodukten. Durchschnittlich können Kunden hier mit einer Ersparnis von rund 65 Euro pro Jahr rechnen, basierend auf einem Verbrauch von 2.500 kWh.
Weitere Senkungen in Franken
Auch andere bayerische Energieversorger, wie die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH hat Preissenkungen angekündigt. Im Versorgungsbereich von N-Energie können die Strompreise ebenfalls sinken.
Erneuerbare Energien führen zu niedrigeren Kosten
Die Senkung der Strompreise ist teilweise auf die Änderung der Berechnung der Netzentgelte zurückzuführen, die ab nächstem Jahr in Kraft tritt. Insbesondere Kunden des fränkischen Stromversorgers N-Ergie, die einen Standardverbrauch von 3.500 Kilowattstunden haben, werden fast 70 Euro weniger zahlen. Der Grund dafür liegt im hohen Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien, der in der Region bei über 60 Prozent liegt. An sonnigen Tagen produzieren die Solaranlagen hier sogar doppelt so viel Strom wie benötigt.