Stadion gesperrt: Rostock-Gastspiel in Unterhaching abgesagt
In der 3. Fußball-Liga kommt es zu einem Novum. Die Gemeinde Unterhaching sperrt das Stadion der Spielvereinigung, weshalb die Risiko-Partie gegen Hansa Rostock verschoben werden muss.


Frankfurt/Main (dpa) - Wegen eines nicht ausreichenden Sicherheitskonzeptes ist die als Hochrisikospiel eingestufte Drittliga-Partie zwischen der SpVgg Unterhaching und dem FC Hansa Rostock abgesagt worden. Der Sportpark Unterhaching sei von der Gemeinde gesperrt worden, sodass die Begegnung nicht wie geplant am kommenden Sonntag stattfinden könne, teilte der Deutsche Fußball-Bund mit.
Demnach habe der bayerische Verein die von der Gemeinde gestellte Frist zur Überarbeitung des Sicherheitskonzeptes verpasst. Die von der SpVgg Unterhaching im Rahmen des Zulassungsverfahrens für die Saison 2024/25 beim DFB eingereichten Maßnahmen, die damals von den zuständigen Sicherheitsbehörden genehmigt worden waren, seien nach aktueller Einschätzung nicht mehr ausreichend für die Austragung eines Hochrisikospiels.
Grund für die Entscheidung der Gemeinde Unterhaching war nach Angaben der Münchner Polizei, «dass der vorgelegte Entwurf eines Sicherheitskonzeptes des Veranstalters, der Spielvereinigung Unterhaching, nicht als ausreichend erachtet wurde, um die erforderliche Sicherheit für die Durchführung der Begegnung zu gewährleisten», sagte Polizei-Sprecher Christian Drexler der Deutschen Presse-Agentur.
DFB prüft mögliche Konsequenzen
Eine Neubewertung der Situation nach den jüngsten Vorkommnissen in Rostock habe es aber nicht gegeben. Am vergangenen Samstag war es bei der Partie zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden zu massiven Fan-Ausschreitungen gekommen. Dabei waren nach Angaben der Polizei insgesamt 51 Personen verletzt worden.
Der DFB wurde von der Stadion-Sperrung überrascht. Eine Verlegung an einen neutralen Ort sei kurzfristig nicht realisierbar gewesen. «Der Verband wird die Vorgänge, die zur überraschenden Sperrung des Sportparks durch die Gemeinde geführt haben, und mögliche Konsequenzen daraus nun intensiv prüfen», heißt es in der DFB-Mitteilung. Ein neuer Termin für die Partie steht noch nicht fest.